Die 4 Stufen des Online Marketings für regionale Unternehmen

Du möchtest Online Marketing machen?

Das ist erstmal eine gute Entscheidung, aber wie gehst du jetzt vor?

Womit fängst du an?

Wie geht es dann weiter?

Was brauchst du dafür?

Darauf bekommst du in diesem Artikel Antworten und am Schluss auch eine Checkliste aller Meilensteine.

Wie du dein Online Marketing grundsätzlich verstehen solltest

  1. Du musst nicht alles machen und schon gar nicht alles auf einmal.
    Mit meinem 4-Stufen-Konzept kannst du Schritt für Schritt vorgehen. So erntest du am Anfang erst die niedrig hängenden Früchte, bevor du später vielleicht auch die höheren Stufen erklimmen möchtest.

  2. Es kommt nicht darauf an, viele teure Marketing-Dinge zu haben, sondern darauf, was du damit machst.
    Dein Marketing aufzubauen bedeutet nicht, eine Maschine zu installieren, die dann automatisiert Umsatz, Neukunden, Lehrlinge, Mitarbeiter etc. ausspuckt. Es geht darum, dich und dein Unternehmen zu präsentieren, für deine Zielgruppe echten zusätzlichen Nutzen zu schaffen und ihr zu helfen, Entscheidungen zu treffen.

    Ein Beispiel: Dein Ziel sollte nicht sein, für bestimmte Keywords gefunden zu werden, sondern von deiner Zielgruppe direkt gesucht zu werden.

Mit dem 4-Stufen-Prinzip gebe ich dir eine Leitlinie, um zu erkennen, wo du stehst und wie du weiter vorgehen kannst. Ich kann dich auf deinem Weg dann auch mit Produkten, Rat und Tat unterstützen.

Aber es gibt keine Abkürzung.

Ich kann dir kein Tool und keinen Service anbieten, um dir dein Marketing abzunehmen.

Marketing ist nicht technisch, es ist emotional. In erster Linie geht es also nicht um dein Produkt, sondern es geht um DICH. Du musst dabei sein, dich dafür verantwortlich fühlen und so deine Beziehung zu deiner Zielgruppe gestalten.

Wie du dich von der technisch gesteuerten Masse absetzt und „besseres“ Marketing machst habe ich in diesem Artikel geschrieben.

Wer seid ihr und wofür steht ihr? Marketing ist persönlich. Bild: Syda-Productions / shutterstock.com

4 Stufen, um Kunden zu Fans zu machen

Stufe 1: Präsent sein

Ich bin für einen schnellen und praktikablen Start. Online präsent zu sein halte ich für eine absolute Grundlage. Genauso wie eine Geschäftsadresse und eine Telefonnummer gehört deine Web-Adresse zu den Basis-Kontaktdaten.

Deine erste Web-Präsenz muss deshalb auch kein teures, zeitintensives, umfangreiches Projekt werden. Kann es natürlich, aber nötig ist das nicht. 

Was ist das Ziel einer Web-Präsenz?

Auf der ersten Stufe erst einmal, eine Online-Anlaufstelle für Interessenten bereitzustellen, die:

  • lokal gefunden wird,
  • alle relevanten Zeiten, Adressen und Nummern enthält,
  • zeigt, wer du bist, was du machst und wofür du stehst.

Das war’s.

Alles weitere – deine Firmengeschichte, technische Details zu den Produkten, Suchmaschinenoptimierung, Traffic-Analyse, Social-Media-Profile, ein Blog – kann später noch kommen.

Wenn dich jemand sucht, muss er dich finden und sich einen ersten (guten) Eindruck bilden können.

Alles was dazu nötig ist, ist eine Micro-Webseite und ein Google My Business Profil.

Mehr Informationen zur erste Stufe findest du in der entsprechenden Kategorie meines Blogs: PRÄSENT SEIN

Stufe 2: Kommunizieren

Du bist jetzt bereits online zu finden. Nun willst du dich aber auch online mit den Kunden austauschen.

Davon profitieren sie und du. Durch Kommunikation bleibst du im Blickfeld deiner Zielgruppe. Du baust Vertrauen auf und erzeugst Spannung (Kunde: „Was hält sie/er wohl davon?“; „Sie/Er hat gesagt …, vielleicht sollte ich mir das auch mal ansehen…“).

Das solltest du nicht mit Werbung verwechseln.

Ja, auch Werbung kann mal dazu gehören, deine Kommunikation ist aber schlecht, wenn sie sich ausschließlich darauf beschränkt.

Stattdessen:

  • informiere selbstlos – indem du auch gute Ideen anderer teilst,
  • berate – indem du Fragen beantwortest und fachlich hilfst,
  • unterhalte – indem du auch mal etwas persönliches beisteuerst.

Die sozialen Medien eignen sich hervorragend zur Kommunikation. Vor allem über Facebook kannst du branchenübergreifend die meisten Menschen erreichen. Eine geschäftliche Facebook-Seite ist also dein nächster Schritt. Auch ein Newsletter kann sich lohnen.

Außerdem solltest du Feedback suchen. Frage deine Zielgruppe nach ihrer Meinung und nutze dazu Online-Bewertungen. Die allgegenwärtigen Sterne sorgen für einen immensen Vertrauensaufbau. Das ist die beste „Werbung“, die du bekommen kannst.

Das gilt auch für Kritik. Wer souverän und wertschätzend mit negativem Feedback umgeht, kann sich besonders auszeichnen.

ärgerliche Gäste im Restaurant
Gute Kommunikation ist auch souveräner Umgang mit Kritik. Bild: Iakov Filimonov / shuttertock.com

Alles zum Thema Kommunizieren findest du in der Kategorie: KOMMUNIZIEREN

Stufe 3: Content Marketing

Nachdem du präsent bist und ideenreich kommunizierst, kannst du die nächste Stufe angehen.

Das Erstellen von relevanten und wertvollen Inhalten.

Diese Inhalte sind umfangreicher als das, was du auf der Kommunikationsstufe machst. Es geht aber auch hier um Information, Beratung, Unterhaltung.

Erzähle Geschichten aus deinem Alltag, kläre ein fachliches Thema umfassend und mache deinen Standpunkt klar, weise auf bevorstehende Veränderungen hin und informiere über die Auswirkungen.

Das geht am besten mit einem eigenen Content-Kanal. Welches Medium du verwenden solltest: Text (Blog), Audio (Podcast) oder Video (Video-Kanal) ist meistens von deinen eigenen Vorlieben abhängig. Natürlich sollte es aber auch zur Zielgruppe passen.

Inhalte müssen aber nicht immer kostenlos sein.

Wissensprodukte verkaufen sich online hervorragend. E-Books, Online-Video-Kurse und Webinare kann jeder erstellen, doch nur wenige lokale Experten tun es. Sei anders und lass andere von deinem Fachwissen profitieren.

Damit stärkst du erstens deine Expertenstellung und baust Vertrauen auf. Zweitens generierst du so eine zusätzliche Einkommensquelle, die dich keine weitere Arbeit kostet (digitale Produkte sind unendlich oft reproduzierbar).

Und noch ein Vorteil: Ein (günstiges) Wissensprodukt ist ein guter Einstieg für Neukunden. So machst du es ihnen leicht, erst einmal Vertrauen zu dir aufzubauen, bevor sie dann später für mehr Geld deine Hauptleistung kaufen.

Mehr zum Thema findest du in der Kategorie: CONTENT MARKETING

Stufe 4: Community Marketing

Auf Stufe 4 sorgst du nicht mehr nur allein für Inhalte. Du baust eine Community auf, deinen eigenen Stamm. Das ist eine Gruppe von Menschen, die mit dir und auch untereinander verbunden sind. Über gleiche Interessen, Vorlieben, Werte oder auch einfach eure Regionalität.

Deine Rolle ist die des Mentors. Du berätst und unterstützt, gibst aber auch immer wieder selbst Impulse. Du bis für das Team da – nicht umgekehrt.

Trainerin mit Volleyballspielerinnen
Trainer und Mentor; Bild von Keith Johnston auf Pixabay

Deine Mitglieder erhalten in dieser Gruppe vor allem Status. Der ist umso höher, desto exklusiver die Gruppe ist (nur deine Kunden, nur Einwohner von…, nur…).

Dies führt zu Gefühlen wie diesen:

  • Ich bin Teil einer exklusiven Gruppe!
  • Ich kann Gleichgesinnten bei einem Thema helfen, das uns wichtig ist.
  • Ich genieße in einer exklusiven Gruppe eine hohe Reputation.
  • etc.

Status ist einer der wichtigsten Antriebsfedern des Menschen. Wir alle streben ständig danach, unseren Status entweder zu verteidigen oder ihn zu ändern (meist erhöhen).

Wenn du es schaffst, Menschen in einer Gruppe zu versammeln und anzuführen und ihre Kultur positiv zu entwickeln, dann hast du aus einfachen Kunden glühende Fans gemacht.

Technisch geht das am einfachsten mit einer geschlossenen Facebook-Gruppe. Du kannst aber auch ein Forum in deine Webseite integrieren oder einen exklusiven Mitgliederbereich, zu dem nur deine Community Zugang hat.

Aber auch in der nicht-digitalen Welt solltest du die Community pflegen. Du kannst Themenabende, Seminare oder Netzwerktreffen veranstalten.

Wenn es persönlich wird, dann ist das gut für dich. Die Digitalisierung hilft dir auch hier bei der effizienten Organisation.

Auf meinem Blog findest da dazu die Kategorie: COMMUNITY MARKETING

Fazit

Online Marketing eröffnet regionalen Unternehmen immense Chancen. Du kannst digitale Vorteile wie Reichweite und Geschwindigkeit mit deinen regionalen Vorteilen verbinden. Du kennst deine Zielgruppe oft persönlich, triffst sie regelmäßig, ihr teilt die regionale Kultur.

Das ist ein großer Trumpf im Vergleich mit namenlosen Online-Plattformen oder Industriekonzernen.

Also nimm dein Marketing in deine eigene Hand, gehe Schritt für Schritt vor und setze effizient um, was du brauchst.

Checkliste

Präsent sein

Kommunizieren

  • Online Bewertungen managen
  • Facebook Seite erstellen und ideenreich kommunizieren
  • Andere Bewertungsportale und Social-Media-Plattformen prüfen und, wenn sinnvoll, auch dort aktiv sein
  • Eventuell auch über einen Newsletter kommunizieren, wenn für deine Zielgruppe sinnvoll

Content Marketing

  • Blog, Podcast oder Video-Kanal betreiben
  • Digitale Produkte erstellen (Online-Kurse, E-Books, Webinare)

Community Marketing

  • Geschlossene Social-Media-Gruppe oder eigenes Forum erstellen, interessierte Kunden einladen und Mitglieder einbeziehen (Status schaffen)
  • Offline Treffen umsetzen
  • Netzwerk, wenn möglich, verbreitern, indem Experten ähnlicher Branchen einbezogen werden

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