Social Media Kommunikation: So geht es besser

Bist du manchmal genervt von Facebook und Co. und fragst du dich wie Social Media Kommunikation für dich sinnvoll ablaufen kann?

Es fällt die schwer Themen zu finden?

Und überhaupt: Du willst dich um deine Kunden, Projekte und Produkte kümmern, nicht ständig auf sozialen Medien rumhängen?

Aber auch, wenn dir soziale Medien Spaß machen – ließ weiter, ich will dich nicht nur dazu motivieren, sondern auch Tipps geben, wie du es effizient in deine Arbeitswoche integrierst! Mit Hilfe dieses Artikels findest du heraus warum, wie und was du auf sozialen Medien geschäftlich posten solltest.

Warum eigentlich Social Media Kommunikation?

Nimm dir die Zeit, dein Warum zu klären.

Was will ich hier, auf genau diesem Portal erreichen?
Wer ist meine Zielgruppe?
Wo ist sie vertreten?
Was erwartet sie von mir?

Um deine Überlegungen zu unterstützen, gebe ich dir hier Beispiele für gute und schlechte Ziele.

Gute Ziele für deine Social Media Kommunikation 

1. Information

Informiere über Veränderungen in deinem Unternehmen, (organisatorisch, strategisch) aber auch über technische oder rechtliche Veränderungen in der Branche. Wenn du eine Autowerkstatt betreibst, bist du sicher auf dem Laufenden, was den Diesel-Skandal angeht. Raus damit!

2. Unterhaltung

Das ist natürlich branchen- und typabhängig. Grundsätzlich wollen Menschen auf sozialen Medien auch unterhalten werden. Übertreibe es aber nicht.

3. Feedback

Teile deine Projekte und Ideen. Aus den Reaktionen ist gut ersichtlich, was ankommt und was nicht. Auch Online-Bewertungen fallen in diese Kategorie  Nutze sie unbedingt, da sie neben der Kommunikation auch andere großartige Möglichkeiten bieten (Mehr dazu hier).

4. Grüßen

Lass deine Kunden wissen, dass du an sie denkst. Bei wichtigen Feiertagen, aber auch zu kuriosen Anlässen (mehr dazu unten).

5. Wertschätzung

Du hattest eine gute Erfahrung oder hast ein Lob bekommen? Zeige deine Dankbarkeit, das bedeutet Wertschätzung.

Ich kenne die Geschichte eines Zimmermanns: Als es leicht zu regnen begann, wurde ihm vom Kunden sofort ein großer Sonnenschirm aufgespannt. So blieben Mensch und Werkzeug trocken. Er hat sich gefreut und ein Foto davon bei Facebook geteilt. Mit den Worten: „Schaut mal, was ich für tolle Kunden habe…“ Das kommt an.

Umgekehrt aber auch. Gehe bei kritischem Feedback sachlich auf den anderen ein, zeige Verständnis (wenn angebracht) und sei lösungsorientiert.

6. Networking

Wo sonnst findest du so leicht Kontakt zu Kollegen, Partnern und potenziellen Kunden? Es ist meist auch völlig normal und akzeptiert, Kontaktanfragen zu stellen. Das kannst du nutzen. Auf Facebook und Xing können auch Gruppen sehr hilfreich sein. Hier zum Beispiel können Handwerker problemlos ihr Angebot posten. Es gibt dort auch viele potenzielle Kunden, die direkt Hilfe suchen.

Schlechte Ziele

1. Dabei sein ist alles

Nicht! Es ist keine gute Idee, ein Profil um seiner selbst Willen zu haben.

Nach dem Motto: „Ich melde mich mal an, dann bin ich da präsent und man kann mich kontaktieren. Facebook, Instagram, Twitter, Xing, LinkedIn, überall!“

Mit hoher Wahrscheinlichkeit wird das keiner tun.

In Sozialen Medien bedeutet Präsenz, auch wirklich in Aktion zu treten. Deshalb solltest du nicht auf allen Kanälen vertreten sein, sondern nur auf denen, die du wirklich nutzt. Ein totes Profil könnte auch den Eindruck erwecken in deinem Geschäft sei nichts mehr los.

2. Nehmen ohne zu geben

Poste nicht bei jeder Gelegenheit unkommentiert deine Blog-Artikel. Und nutze deine Profil auch nicht nur, um deine Angebote zu verbreiten. Wenn du dein Profil als reine Werbeplattform verstehst, fällt das auf. Warum soll dir dein Kunde folgen, wenn nichts für ihn drin ist?

Erst geben, dann nehmen!

Wenn du deine Inhalte teilst, dann zeige den Mehrwert für den Leser auf. Schreibe oder sage, warum das von Nutzen ist. Wenn du Angebote machst, dann sei kreativ. Bring deine Leser zum Lachen, dann mögen sie Werbung sogar (Das geht dir doch selbst im Fernsehen auch so oder?).

3. Direkt Inhalte posten

Das ist meine persönliche Meinung und viele machen es anders. Trotzdem: Ich finde nicht, dass du deine Inhalte in vollem Umfang als Social Media Posts veröffentlichen solltest. In meinen Augen ist dafür deine eigene Webseite da (Siehe dieser Artikel). Natürlich kannst du darauf verlinken, wenn es Mehrwert schafft und wenn du erklärst warum.

Wie geht Social Media Kommunikation effizient?

„Effizienz ist 
die Faulheit der Intelligenten“

© Gräfin Fito; Bild: gerald /pixabay.com

Wenn du geklärt hast, mit welchen Ziel du wo aktiv sein willst, solltest du überlegen, wie du es angehst. Da sich niemand leisten kann, 4 Stunden täglich für Social Media aufzuwenden, ist Effizienz gefragt.

Natürlich gibt es auch Tools, die dir die Planung erleichtern, auf allen Plattformen gleichzeitig posten und automatisch antworten. Darum geht es hier aber nicht. Das hat für mich nichts mit Kommunikation zu tun. Solche Hilfen kannst du in einem automatisierten Verkaufsprozess oder im Content Marketing verwenden. Hier musst du aber echt sein. Optimiere also deinen Prozess.

Planen

Zunächst solltest du dir eine kleine Strategie zurecht legen. Plane im Voraus, welche Art Beiträge du im nächsten Monat (oder Quartal) veröffentlichen willst. Zum konkreten Inhalt später mehr. Plane auch, wie oft du posten möchtest. Die Termine aus deinem Plan solltest du in deinem Kalender festhalten oder sonstwie sicherstellen, dass du dich daran hältst.

Ich persönlich halte das ziemlich grob. Ich bin nämlich kein Freund allzu starrer Festlegungen. Zu viel kommt mir da regelmäßig dazwischen. Ich will aber den Überblick behalten, wann ich welchen Kanal bespiele. Dafür habe ich eine einfache Excel-Tabellen, die festlegt wo, wann, welche Art Posting veröffentlicht wird.

Regelmäßig posten

Es ergibt sich schon aus dem vorherigen Punkt, dass du möglichst regelmäßig von dir hören lassen solltest. Natürlich hilft mehr auch mehr – aber jeder muss seine eigene Frequenz finden.

Für mich selbst heißt das wöchentlich. Damit komme ich zur Zeit gut zurecht. Außerdem plane ich regelmäßig bestimmte Arten von Posts ein. So ist sichergestellt, dass ich nicht dreimal im Monat Zitate veröffentliche.

Teilen und spontan sein

Natürlich ergeben sich auch immer Gelegenheiten. Diese solltest du spontan nutzen. Teile möglichst viele Beiträge von anderen, wenn sie für deine Zielgruppe interessant sind. So machst du dir außerdem Freunde, die später gerne auch deine Beiträge teilen werden.

Darüber hinaus kannst du dich auch direkt mit Menschen austauschen. Sei in Gruppen aktiv und antworte auf Fragen. Kommentiere andere Beiträge und natürlich: Verteile Likes.

Das ist natürlich zeitintensiv und schon ein fortgeschrittener Grad an Kommunikation. Gerade wenn du privat kaum soziale Medien nutzt, wird es dir schwer fallen, dich darauf einzustellen. Außerdem scheust du vielleicht den Aufwand.

Dann starte lieber langsam und einfach als gar nicht. Dein eigenes Tempo ist genau das Richtige. Vielleicht macht es dir sogar Spaß, dein Wissen zu teilen und über deine Leidenschaft zu diskutieren.

Was willst du schreiben?

Eine sehr wichtige Frage. Und weil man ja nicht jede Woche das Gleiche posten möchte, sollte man sich ein kleines Reservoir an Ideen anlegen.

12 tolle Ideen hat Kristin Holm formuliert. Zwei davon werde ich gleich kurz vorstellen. Wenn du die ganze Liste haben möchtest, kannst du sie hier gratis auf Kristins Seite als PDF bekommen. Absolute Empfehlung!

Nutze außergewöhnliche Feiertage

Zu den gängigen Gelegenheiten melden sich alle. Mach es anders! Es gibt eine ganze Reihe kurioser internationaler Feiertage. In deiner Planung kannst du neben den normalen Grüßen zu Weihnachten, Ostern usw. auch diese Daten berücksichtigen.

Du führst einen Friseursalon? Am 09. März ist Barbies Geburtstag. Wie wäre es mit einem besonderen Gruß an alle Blondinen?

Du hast eine KFZ-Werkstatt?  Am 2. Oktober ist der Gib-deinem-Auto-einen-Namen-Tag. Poste ein Foto deines Autos (oder deines Abschleppwagens) mit Namen und bitte deine Freunde um Kommentare in gleicher Form. Idealerweise hinterlegst du die Namen in deinen Kundendaten und schreibst das Auto zum nächsten Service-Termin persönlich an.

Einen Kalender mit all diesen Terminen findest du hier.

Lass deine Fans teilhaben

Deine Follower wollen mehr von dir sehen. Wie wäre es mit einem Rundgang durch deine Werkstatt, dein Archiv oder deine Backstube? Nimm deine Fans mit hinter die Kulissen. Drehe ein kleines Video oder mach Fotos.

Du kannst auch Mitarbeiter vorstellen, mit denen die Kunden sonst keinen Kontakt haben. Oder du zeigst Alltagsprobleme auf deiner Baustelle und wie du sie löst.

Mehr Ideen und Beispiele findest du, wie beschrieben, im Facebook-Guide von Kristin Holm. Schau dir das unbedingt an!

Du weißt jetzt, warum du die sozialen Medien nutzt und wie du das effizient umsetzen kannst. Außerdem hast du Ideen für konkrete Inhalte. 

Fang am besten gleich an zu planen. Ich wünsche dir viel Spaß und Erfolg beim Umsetzen. 

Sei präsent, kommuniziere und mach Content.

Dein Robert

Titelbild: FirmBee /pixabay.com

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