Warum du einen Hosting-Anbieter brauchst

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Online Marketing beginnt mit der Präsenz.

Online eigenständig auffindbar sein. Mit eigener Adresse und eigenen Inhalten.

Aber diese Seite muss irgendwo gespeichert und erreichbar sein.

Das macht der Hosting-Anbieter.

Artikel zu Ende?

Nein!

In diesem Artikel erfährst du:

Was ist Hosting und was hast du davon

Hosting wird in unserem Fall übersetzt mit Datenaufbewahrung.

Der Anbieter wird Hoster genannt.

Wie schon angedeutet, vermietet dir dieser Partner in erster Linie Speicherplatz auf seinen Servern. Das sind leistungsstarke Computer, die rund um die Uhr laufen.

Dort kannst du deine Webseite beherbergen und über deine Web-Adresse erreichen.

Doch die Speichermiete ist nicht die einzige Dienstleistung, die du bekommst.

Dazu gibt es noch:

  • eine hohe Verfügbarkeit (deine Seite ist nahezu immer erreichbar)
  • schnelle Zugriffsgeschwindigkeiten
  • regelmäßig gewartete und zeitgemäße Technik
  • Sicherheitsmaßnahmen physisch am Serverstandort und digital
  • Kostenlose Web- und Emailadressen
  • Support per Telefon und Email
  • Andere Zusatzleistungen wie: Datenverschlüsselung, Statistiken, Installationsassistenten usw.

Das alles schon ab ca. 5 € im Monat. Ich finde, das ist es mehr als wert.

5 Euro Hosting
Bild von Michael Schwarzenberger auf Pixabay

Mit viel Aufwand könnte man einen Server zwar auch selbst betreiben. Eine entsprechende Qualität (die heute Standard ist) wird man aber nicht erreichen.

Welche Hosting-Arten gibt es

Bei Hosting-Tarifen unterscheidet man grundsätzlich nach geteilten und zugeordneten Servern.

Bei geteilten („shared“) Servern wird der Speicherplatz, den diese Rechner verwalten, auf viele Kunden aufgeteilt.

Du teilst dir die Rechenleistung also mit 20-150 anderen Kunden. Dieses Vorgehen ist üblich und erklärt den günstigen Preis.

Einen zugeordneten („dedicated“) Server hast du dementsprechend für dich allein. Bei diesen Tarifen wird in der Regel ein Management angeboten, das heißt der Anbieter wartet und betreibt den Server, stellt ihn aber ausschließlich dir zur Verfügung.

Preislich sind diese Leistungen ab ca. 50 € im Monat zu haben.

Worauf du achten solltest

Doch welches dieser Angebote soll man jetzt auswählen?

Für eine kleine Webseite genügt dir ein „shared Webhosting“, also ein geteilter Server. Du benötigst hier auch noch keine superschnellen SSD-Festplatten.

Erst wenn auf deiner Seite „richtig was los“ ist, brauchst du die volle Kraft der Technik.

Das wird auf die wenigsten Webseiten regionaler Unternehmen zutreffen. Vor allem, solange sie nur als Präsenz- und Informationsplattform genutzt werden.

Wenn du aber einen Blog startest, der täglich mehr als 1000 Besucher anzieht oder einen großen Webshop betreibst, kannst du immer noch aufrüsten.

Zu Beginn kannst du also ruhig mit den Einstiegstarifen starten.

Allerdings möchte ich trotzdem einige Extras empfehlen:

HTTPS

Dein Hoster sollte dir die Möglichkeit bieten, ein SSL-Zertifikat einzubinden.

Damit bekommst du eine sichere https-Adresse, statt der unsicheren http-Version.

Zum einen ist eine https Adresse mittlerweile ein starker Rankingfaktor bei Google, zum anderen schreibt die Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) seit 2018 vor, dass personenbezogene Daten nur über https übermittelt werden dürfen. Davon ist bereits ein Kontaktformular oder die Kommentarfunktion in Blogs betroffen.

Diese Zertifikate sind kostenlos erhältlich, z.B. über Organisationen wie Let’s Encrypt. Für die Einrichtung und Verwaltung kann der Hoster allerdings trotzdem eine kleine Gebühr verlangen.

Browserleiste https, SSL zertifikat Hosting
Verschlüsselte Webadresse mit einem kostenlosen Zertifikat; Bild von skylarvision auf Pixabay

Das ist dann auch alles, was du brauchst. Aufwendigere, personalisierte Zertifikate sind für dich erst einmal nicht nötig.

Serverstandort

Wähle einen Serverstandort in Deutschland.

Zum einen ist das aus Datenschutzgründen relevant. Ohne hier ins Detail zu gehen: es gibt Verpflichtungen, denen du mit einem inländischen Partner einfacher gerecht wirst.

Zum anderen hast du Geschwindigkeitsvorteile.

Wenn dein Besucher in Berlin eine Anfrage an deinen Server stellt, bekommt er die Antwort schneller aus München, als dass sie über viele Knotenpunkte und Seekabel aus New York eintrifft.

Technik

Wenn du deine Seite mit WordPress erstellen und verwalten möchtest, solltest du darauf achten, dass dein Server die empfohlenen Voraussetzungen erfüllt.

Das sind möglichst neue Versionen:

  • der Programmiersprache PHP (aktuell Vers. 7.3)
  • der Datenbanksoftware MySQL (aktuell Vers. 5.6) 

Zusätzliche Extras erleichtern dir die Arbeit, sind aber kein Muss.

Dazu gehören:

  • Assistenten (zum Beispiel zur einfachen Installation von WordPress)
  • CronJobs, d.h. die Möglichkeit, automatisiert bestimmte Skripte abzuspielen (z.B. eine automatische Datenbanksicherung alle x-Tage)
  • Statistiken
  • Web-Zugriff auf deinen Server (Web-Email, -FTP, -MySQL, …)

Service

Der wird immer dann relevant, wenn es Probleme gibt. Vorher weiß man das selber meist nicht. Zumindest solltest du darauf achten, ob überhaupt eine Serviceunterstützung angeboten wird. Informiere dich auch bei Bekannten oder online. Natürlich kannst du auch mich nach einer Empfehlung fragen.

Call center hosting
Guter Support macht einen Unterschied; Bild von Gerd Altmann auf Pixabay

Checkliste Hosting

  • Anbieter auswählen
    Wähle nach den obigen Kriterien einen Anbieter aus. Ich empfehle All-Inkl.com, weil ich mit diesem Anbieter bisher sehr gute Erfahrungen gemacht habe. Bei einem theoretischen Vergleich erfüllen auch Strato, Mittwald und Checkdomain die Anforderungen und liegen preislich im gleichen Rahmen.
  • Webhosting buchen und Zugangsdaten erhalten
    Jetzt musst du den Vertrag abschließen und deine E-Mail-Adresse sowie Zahlungsdetails hinterlegen. Das dauert nur einige Minuten.
    Danach empfehle ich dir auch gleich dein Auftragsverarbeitungsvertrag mit dem Hoster abzuschließen. Meist bietet der Hoster das digital an. Dieser Vertrag regelt, dass der Hoster die Daten deiner Besucher als Auftragsverarbeiter verantwortungsvoll, entsprechend der Datenschutzvorschriften behandelt. 
  • Erste Domain registrieren oder eine vorhandene übernehmen
    Wähle eine Adresse für deine Webseite aus oder übernimm eine bereits vorhandene Adresse mit Hilfe des Auth-Code. Eventuell wurdest du auch schon bei der Anmeldung danach gefragt. Die Seite ist jetzt erreichbar, hat aber noch keine Inhalte.
  • SSL Verschlüsselung aktivieren
    Beantrage ein HTTPS-Zertifikat für deine Web-Adresse und stelle sie entsprechend um.
  • WordPress mittels Assistenten installieren
    Wenn du WordPress als Content Management System (CMS) nutzen willst, installiere die Software mit Hilfe des Assistenten, den dir dein Hoster anbietet.
  • Webseite gestalten oder fertige Webseite über FTP hochladen.
    Entwickle und gestallte deine Seite mit Hilfe des CMS oder lade die fertigen Daten mittels file transfer protocol (FTP) auf den Server.

Fazit

Der Hosting-Anbieter ist dein wichtigster Partner, wenn es um deine Online Präsenz geht.

Für wenig Geld bekommst du in der Regel umfangreiche Services. Das Einsparpotenzial ist nicht groß. Es lohnt sich also, auf bewährte Anbieter mit sinnvollen Extras und gutem Service zu vertrauen und lieber 1-2 € im Monat mehr auszugeben.

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